Veröffentlicht am 4.8.2026
QR-Code erstellen: die vier Entscheidungen, die zählen
Jede Anleitung zum QR-Code verbringt ihre Zeit mit dem einfachen Teil. Eine URL in einen Generator zu tippen dauert zehn Sekunden und braucht keinen Artikel. Ob Ihr Code funktioniert, entscheiden vier Entscheidungen rundherum — und drei davon sind unumkehrbar, sobald etwas gedruckt ist.
Entscheidung 1: statisch oder dynamisch
Die einzige, die nicht rückgängig zu machen ist. Also zuerst.
Ein statischer Code enthält die Daten selbst. Die URL steht physisch im Muster. Nichts sitzt dazwischen, also kann nichts kaputtgehen oder abgeschaltet werden — und nichts geändert werden. Stirbt das Ziel, ist der Code Altpapier.
Ein dynamischer Code enthält einen Kurzlink, und ein Dienst entscheidet, wohin er führt. Sie können das Ziel nach dem Druck ändern und die Scans zählen. Der Preis ist eine Abhängigkeit: Die Weiterleitung muss weiterlaufen.
Wird der Code auf mehr als eine Handvoll Dinge gedruckt oder auf etwas, das Sie nicht billig nachdrucken können, nehmen Sie dynamisch. Speisekarten, Verpackungen, Beschilderung, Fahrzeugbeklebung, Visitenkarten. Statisch reicht für Einmalgebrauch und für WLAN-Zugangsdaten, die Sie wirklich nie ändern wollen.
Entscheidung 2: welcher Codetyp
„QR-Code" ist ein Behälter. Was Sie hineinlegen, ändert, was beim Scannen passiert:
- Ein Link — das Arbeitstier. Alles mit einer Webseite dahinter.
- Eine Kontaktkarte — speichert Name, Telefon, E-Mail und Adresse direkt in die Kontakte.
- WLAN — Netzzugang teilen, ohne ein Passwort vorzulesen.
- Eine Speisekarte — eine für Telefone gebaute Seite statt eines PDF zum Zoomen.
- Ein Kalendertermin — ein Tipp, und das Datum steht im Kalender.
- Telefonnummer, E-Mail, SMS, WhatsApp — beginnt das Gespräch mit vorgeschriebener Nachricht.
- Kartenposition, App-Store-Link, Soziallinks-Seite, Produktcode — jeweils mit eigenem Verhalten.
Der häufige Fehler: ein Link-Code für etwas, das ein eigener Typ besser macht. Eine Telefonnummer als Link auf eine Seite mit der Nummer zu kodieren, wenn ein Telefonnummern-Code direkt wählt, ist ein Schritt ohne Grund.
Entscheidung 3: wie groß gedruckt wird
Faustregel: etwa ein Zehntel der Leseentfernung. Aus 30 cm gelesen will der Code rund 3 cm; an der Wand aus drei Metern rund 30 cm. Hier scheitern die meisten gedruckten Codes, weil 2 cm am Bildschirm völlig ausreichend wirken und auf einem Plakat unlesbar sind.
Zwei Zusätze: Draußen und bei schwachem Licht größer, weil ein Telefon feine Module dann nicht auflöst. Und den weißen Rand lassen — die Ruhezone gehört zum Code, und knappes Beschneiden ist der häufigste Gestaltungsfehler.
Entscheidung 4: wohin er führt
Ein Code ist nur so gut wie die Seite dahinter, und die öffnet jemand im Stehen, über Mobilfunk, vielleicht in Eile.
- Mobil zuerst, nicht „mobil optimiert". Muss man zoomen, sind die mäßig Neugierigen weg.
- Eine offensichtliche Handlung. Der Scan war eine konkrete Frage. Antworten Sie oben auf der Seite, nicht auf einer Startseite.
- Kein PDF, außer das Dokument ist der Zweck. PDF-Speisekarte schlecht, PDF-Handbuch richtig.
- Eine erkennbare Domain. Ein Kurzlink auf einer unbekannten Domain ist von Betrug nicht zu unterscheiden, und Menschen sind vorsichtig geworden.
Dann der mechanische Teil
- Typ wählen, Inhalt eingeben. Beim Link die Ziel-URL, beim WLAN Netzname und Passwort, und so weiter.
- Gestalten, wenn Sie mögen. Farben, Modulformen, Logo in der Mitte, Rahmen mit Handlungsaufruf. Zwei Bedingungen: echter Kontrast zwischen dunklen Modulen und Hintergrund — Kameras lesen Helligkeit, nicht Farbton — und bei Logo die Fehlerkorrektur auf H.
- Richtiges Format exportieren. SVG oder PDF für Druck, PNG nur für Bildschirme. Ein hochskaliertes PNG gibt weiche, ausgefranste Module.
- Den Andruck testen, nicht die Datei. Zwei Telefone, eines nicht neu, echte Entfernung, echtes Licht.
Was „kostenlos" meist bedeutet
Statische Codes sind überall kostenlos und bleiben es — es gibt keinen Dienst zu bezahlen. Bei kostenlosen dynamischen Codes zählen die Bedingungen: Mehrere Generatoren geben sie zum Test heraus und parken den Link danach auf einer Verkaufsseite, was genau so aussieht wie ein kaputter Code.
Vor einer Auflage eine Frage in den Bedingungen klären: Was passiert mit meinen Codes am Ende des Tests oder nach Kündigung? In unserem kostenlosen Tarif verfallen Codes nicht; es gibt ein monatliches Scan-Kontingent pro Konto, und das Dashboard warnt vorher.
Kurze Antworten
- Brauche ich eine App zum Erstellen? Nein, es geht im Browser.
- Statisch oder dynamisch? Dynamisch für alles in Auflage, statisch für Einmalgebrauch. Nach dem Druck nicht änderbar.
- Wie groß? Etwa ein Zehntel der Leseentfernung, plus freier weißer Rand.
- Logo möglich? Ja, mit Fehlerkorrektur H, klein und weg von den Eckquadraten.
- Welches Format für Druck? SVG oder PDF. Nie ein hochskaliertes PNG.
- Muss ich zahlen? Für statische nie. Für dynamische die Ablaufbedingungen vor dem Druck prüfen.