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Veröffentlicht am 6.8.2026

QR-Codes auf TV, Video und Folien: Größe, Standzeit und was sie zerstört

QR-Codes auf TV, Video und Folien: Größe, Standzeit und was sie zerstört

Ein gedruckter Code wartet geduldig. Ein Code auf dem Bildschirm nicht: er ist ein paar Sekunden da, wird aus drei Metern gesehen und konkurriert mit allem, was sich sonst bewegt. Die Bedingungen sind so anders, dass die Druckregeln nicht unverändert gelten.

Standzeit ist die erste Bedingung, nicht die Größe

Zählen Sie, was der Zuschauer tun muss: den Code bemerken, sich entscheiden, das Handy finden, entsperren, Kamera öffnen, zielen, warten. Selbst ein Williger braucht mehrere Sekunden.

Zehn Sekunden sind ein realistisches Minimum, im Fernsehen eher mehr. Ein Code, der in einem Übergang erscheint oder unter einem wechselnden Titel sitzt, ist Dekoration.

Zwei Folgen fürs Video: den Code dort platzieren, wo er einen ganzen Abschnitt lang steht — und ankündigen: „gleich steht der Link im Bild" gibt Zeit, das Handy zu holen.

Größe: etwa ein Zehntel der Betrachtungsentfernung

  • Folie im Besprechungsraum, zwei bis vier Meter: etwa ein Zehntel bis ein Achtel der Folienhöhe.
  • Konferenzsaal, zehn Meter und mehr: ein Viertel der Höhe ist nicht zu viel, und es sollte eine eigene Folie sein.
  • Fernsehen, zwei bis drei Meter auf einem im Sichtfeld kleinen Schirm: größer, als es im Schnitt richtig aussieht. Auf einem Monitor aus Sofaentfernung beurteilen, nicht am Schreibtisch.

Der Fehler, den diese Regel verhindert: am Laptop in Armlänge zu gestalten, wo ein Viertel so großer Code völlig lesbar wirkt.

Der sichere Bereich

Nie hart an den Rand. Fernseher beschneiden das Bild, Player legen unten Bedienelemente darüber, Videokonferenzen setzen Namensleisten an die Kanten, und soziale Plattformen schneiden auf ihr eigenes Format.

Den Code innerhalb der mittleren 90 % halten und vom unteren Streifen fernhalten. Auf einer Folie die Fußzeile meiden.

Was einen Code auf dem Bildschirm zerstört

  • Bewegung. Ein Code, der sich bewegt oder über bewegtem Material liegt, lässt sich oft nicht erfassen.
  • Kompression. Starke Videokompression weicht Modulkanten auf; niedrige Bitrate über bewegtem Hintergrund ist der schlimmste Fall. Ein größerer Code mit größeren Modulen übersteht das, ein dichter nicht.
  • Spiegelung und Blickwinkel. Glänzender Fernseher im hellen Raum oder Saalleinwand von der Seite senken den effektiven Kontrast. Dunkel auf hell, nie umgekehrt, nie auf unruhigem Bild.
  • Animierter Hintergrund hinter einem transparenten Code. Die Ruhezone muss deckend sein, sonst gibt es keine.

Videokonferenzen und Webinare

Einen gedruckten Code in die Webcam zu halten scheitert meist: der Autofokus sucht, die Kompression ist aggressiv, das Bild ist im Raster klein. Stattdessen den Code als Folie teilen, bildschirmfüllend, und stehen lassen, während man erklärt, wofür er ist.

Gleiches gilt für virtuelle Hintergründe: die Freistellung schneidet in die Ränder, und die Ruhezone geht zuerst.

Die unbequeme Wahrheit über Bildschirme

Schaut der Zuschauer auf dem Gerät, das scannen würde — Handy, Laptop mit dem Video im Browser — ist ein Code das falsche Werkzeug. Er kann den Bildschirm nicht scannen, auf den er schaut.

Für alles, was am Handy geschaut wird, gehört der Link in Beschreibung, Untertitel, Chat oder angepinnten Kommentar. Der Code bleibt für den geteilten Bildschirm: Fernseher quer durch den Raum, Beamer, Saal, Lobby-Display. Wird beides geschaut, beides machen.

Getrennt messen

Der Bildschirm-Code bekommt einen eigenen Code, nicht denselben wie Plakat und Flyer. Standortdaten gibt es in der Auswertung nicht, also ist ein eigener Code der einzige Weg zu wissen, ob der TV-Spot oder das Lobby-Display die Scans gebracht hat.

Kurze Antworten

  • Wie lange stehen lassen? Mindestens zehn Sekunden, im TV länger.
  • Wie groß auf einer Folie? Etwa ein Zehntel der Höhe, im Saal bis zu einem Viertel.
  • Darf er animiert sein? Nein, still und auf ruhigem Grund.
  • Warum scheitert er im Video? Meist Kompression plus unruhiger Hintergrund oder schlicht zu klein.
  • Wo im Bild? Innerhalb der mittleren 90 %, weg vom unteren Rand.
  • In ein Video fürs Handy? Nein — Link in die Beschreibung.

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